Die Tagung „Zukunft gestalten: Berge, Genossenschaft und Gemeinschaft“, die von der Secab anlässlich ihres 115-jährigen Bestehens veranstaltet wird, bietet eine bedeutende Gelegenheit, über die Rolle von Genossenschaften für die Entwicklung von Bergregionen nachzudenken. Die Initiative basiert auf der Erkenntnis, dass alpine und ländliche Gebiete heute vor großen Herausforderungen stehen: Abwanderung, Rückgang öffentlicher Dienstleistungen, ökologische Risiken sowie wirtschaftliche und gesellschaftliche Veränderungen. In diesem Zusammenhang wird die Genossenschaft nicht nur als Unternehmensmodell verstanden, sondern als soziale Infrastruktur, die Zusammenhalt, Teilhabe und eine gemeinsame Zukunftsvision fördern kann.
Die Veranstaltung, die in Zusammenarbeit mit der Universität Udine organisiert wird, stellt das Konzept der territorialen Resilienz in den Mittelpunkt. Dabei geht es nicht allein um die Fähigkeit, Krisen zu bewältigen, sondern um einen Prozess des Lernens, der Anpassung und der Erneuerung von Gemeinschaften und Regionen. Durch Fachvorträge, Podiumsdiskussionen und den Austausch zwischen Wissenschaftlern, politischen Entscheidungsträgern, Vertretern des Genossenschaftswesens und Institutionen werden zentrale Themen behandelt. Dazu gehören die wirtschaftliche Entwicklung alpiner Gebiete, demografische Veränderungen in Karnien, nachhaltige Energieversorgung sowie die Entwicklung neuer Strategien für die Zukunft der Bergregionen.
Besondere Bedeutung kommt der Geschichte der Secab zu. Die Genossenschaft wurde 1911 als erstes friaulisches Unternehmen zur Erzeugung und Verteilung elektrischer Energie in genossenschaftlicher Form gegründet. Ihre lange Tradition zeigt, wie ein regional verwurzeltes Unternehmen nicht nur wirtschaftliches Wachstum fördern, sondern auch einen wichtigen Beitrag zur sozialen Integration und zur Entwicklung lokaler Gemeinschaften leisten kann. Die Tagung betrachtet die Vergangenheit daher als Quelle wertvoller Erfahrungen, richtet den Blick jedoch vor allem auf die Zukunft. Ziel ist es, ein dauerhaftes Ideen- und Innovationslabor zu schaffen, das neue Perspektiven für eine nachhaltige, widerstandsfähige und lebenswerte Bergregion entwickelt. Junge Menschen, Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen sowie öffentliche Institutionen sind dabei aufgerufen, gemeinsam neue Wege zu gestalten, die die Stärken der Region nutzen und den Herausforderungen des Wandels erfolgreich begegnen.
Do., 25.06. ab 16:45 Universität Udine
Fr., 26.06. ab 09:15 Teatro Daniel, Paluzza
Sa., 27.06. ab 10:00 Teatro Daniel, Paluzza
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